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Als Floaten (engl. floating = im Wasser treiben) bezeichnet man eine Entspannungstechnik, bei der Personen mit Hilfe von konzentriertem Salzwasser in einem speziellen Floating-Tank (oder Entspannungs- tank, Samadhi-Tank) oder in einem Becken quasi schwerelos, abgeschottet von Außenreizen an der Wasseroberfläche treiben. Teilweise werden aber auch Licht- und Toneffekte von den Anbietern eingesetzt. Angestrebt wird eine Tiefenentspannung, vergleichbar einer leichten Trance.
Das Wasser ist mit etwa 34,5°C auf die Haut-Außentemperatur eingestellt. Teilweise wird aber auch 37°C als Wassertemperatur angegeben, was der natürlichen Körpertemperatur entspricht.
Vom Aufbau her gleicht der Floating-Tank einer Art Badewanne in einer dunklen und schalldichten Kabine. Sie sind etwa zwei Meter lang und 1,50 Meter breit. Die Dichte des Wassers wird durch Zugabe von Salzen (teilweise Magnesiumsulfat) soweit erhöht, dass der menschliche Körper in der Lösung schwebt. Aufgrund der Wassertemperatur soll das Gefühl für die eigene Körpergrenze verschwinden. Der Mangel an visuellen, akustischen und taktilen Reizen soll nach den Aussagen der Anbieter dazu führen, einen meditativen Zustand zu erreichen, der zu tiefer Entspannung führt.
Die Floating-Tanks wurden 1954 von dem amerikanischen Wissenschaftler John C. Lilly in Zusammenarbeit mit der NASA ursprünglich nur für die Forschung entwickelt. Sein Anliegen war, die Aktivität des Gehirns zu untersuchen, wenn es völlig von Außenreizen abgeschirmt ist. Lilly fand heraus, dass es dann in einen besonderen Entspannungszustand gerät, der zwischen Wachen und Schlafen angesiedelt ist, vergleichbar einer Trance. Das Salzwasser simulierte den Zustand der Schwerelosigkeit im Weltall. Dieser Isolationstank wurde in der Folgezeit in den USA zunächst von Anhängern der Esoterik genutzt und Samadhi-Tank genannt nach dem Sanskrit-Begriff Samadhi für einen besonderen Bewusstseinszustand. John Lennon gehörte angeblich zu den Anhängern des Floating. Im Bereich der Esoterik versprechen sich die Anwender vom Floaten eine Bewusstseinserweiterung.
Floating wird in Deutschland immer häufiger in der Physiotherapie eingesetzt. Lilly gab nach seinen Versuchen an, es lockere nicht nur die Muskulatur, sondern normalisiere außerdem den Blutdruck, stärke das Immunsystem und lindere die Beschwerden bei Rheuma. Unabhängige medizinische Studien liegen jedoch nicht vor.
Im Wellnessbereich werden auch Floating-Areas angeboten, die auf völlige Abschottung von der Umwelt verzichten. Mehrere Personen können gleichzeitig diesen Bereich nutzen. Eine abgewandelte Methode ist Liquid Sound, wobei hier in jedem Fall Töne und Lichteffekte eingesetzt werden, was ebenfalls die Entspannung fördern soll. Diese Variante wurde in den 1990er Jahren in Deutschland eingeführt. (Quelle: wikipedia)
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